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Lehrbetrieb werden

Aktualisiert am
June 1, 2026
Featured
Lehrberuf
Berufsübergreifend
Phase
Vor der Lehre
Status
Aktiv
Teaser

Was es braucht, um ICT-Lehrbetrieb zu werden: Bildungsbewilligung, fachliche Qualifikation und der Berufsbildnerkurs.

Typ
Anleitung

ICT-Lehrbetrieb zu werden lohnt sich, ist aber an einige Voraussetzungen geknüpft. Dieser Eintrag zeigt dir den Weg von der Bildungsbewilligung über den Berufsbildnerkurs und die Ausbildungsplanung bis zur Anstellung deiner ersten Lernenden.

So wirst du Lehrbetrieb

Um ausbilden zu dürfen, braucht dein Betrieb eine Bildungsbewilligung des Kantons. Vorausgesetzt werden ein passendes Arbeitsumfeld, das die Handlungskompetenzen des Berufs abdeckt, sowie eine qualifizierte Berufsbildnerin oder ein qualifizierter Berufsbildner. Im Kanton Bern stellst du den Antrag beim Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA); die Eignung wird in einem Betriebsbesuch geprüft.

Berufsbildner:in werden

Wer Lernende ausbildet, weist einen Berufsbildnerkurs nach (40 Kursstunden, Art. 44 Berufsbildungsverordnung, eidgenössisch anerkannter Kursausweis). Für ICT-Berufe gibt es einen branchenspezifischen Kurs.

🎓

Welchen Kurs du genau brauchst, was er kostet, wo du ihn im Kanton Bern machst und wie sich der Lehrbetriebs-Kurs vom üK-Berufsbildner-Diplom unterscheidet, zeigt der Eintrag Berufsbildnerkurs: Qualifikation für Ausbildende.

Ausbildungsplanung

Bevor die ersten Lernenden eintreten, planst du, wie sie bei dir den Bildungsplan tatsächlich abdecken: welche Kompetenzen in welchem Lehrjahr, welche Projekte das hergeben, wer betreut. Eine durchdachte Planung ist Voraussetzung für die Bildungsbewilligung und Grundlage für ein gutes erstes Lehrjahr.

So gehst du vor

  1. Standortbestimmung: Deckt dein Betrieb alle Handlungskompetenzen des Berufs ab? Falls Lücken bestehen, ergänzt du sie über ein Basislehrjahr oder einen Lehrbetriebsverbund (siehe unten).
  2. Ausbildungskonzept erstellen: Das MBA Bern verlangt im Rahmen der Betriebsabklärung ein Ausbildungskonzept (Organisation, Berufsbildner:in, Praxisbildner:innen, geplante Ausbildungsinhalte). Vorlage und Leitfaden stellt das MBA bereit, siehe Leitfaden Ausbildungskonzept, MBA Bern.
  3. Betrieblichen Ausbildungsplan ableiten: Auf Basis des nationalen Bildungsplans übersetzt du die Handlungskompetenzen in konkrete Aufträge, Abteilungen und Semester. Wie das geht, zeigt der Eintrag Betrieblicher & individueller Bildungsplan. Die ICT-spezifischen Modulinhalte findest du im Modulbaukasten von ICT-Berufsbildung Schweiz, ergänzend dazu der Eintrag Modulbaukasten & Kompetenzmatrix.
  4. Rollen und Koordination klären: Berufsbildner:in (fachlich verantwortlich), Praxisbildner:innen (begleiten in den Abteilungen), Berufsfachschule und üK-Zentrum. Wer plant was und wann.
  5. Qualität laufend sichern: QualiCarte als Selbstcheck (28 Anforderungen) und Bildungsbericht jedes Semester als Lenkungsinstrument. Siehe Ausbildungsqualität sichern und Bildungsbericht: Vorlage & Leitfaden.

Verwandte Hilfsmittel

Ausbildung auslagern oder teilen

Wenn dein Betrieb das erste Lehrjahr nicht allein stemmen kann oder nicht das ganze Berufsbild abdeckt, helfen zwei Modelle: Beim Basislehrjahr übernimmt ein Ausbildungszentrum das erste Lehrjahr, danach wechselt die lernende Person in deinen Betrieb. Beim Lehrbetriebsverbund teilen sich mehrere Betriebe die Ausbildung über die ganze Lehre.

Lernende anstellen

Sobald dein Betrieb ausbilden darf, geht es um die konkrete Anstellung. Diese Bausteine deckt die Toolbox in eigenen Einträgen ab:

Mehr & Quellen

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Für individuelle Begleitung und weitere Anlaufstellen siehe den Eintrag Unterstützung & Anlaufstellen für Lehrbetriebe.

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Sobald dein Betrieb ausbildet: Wie du die Ausbildungsqualität über die ganze Lehre sicherst (QualiCarte, Bildungsplan, Bildungsbericht), zeigt der Eintrag Ausbildungsqualität sichern.

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Video: Fachpersonen aus der beruflichen Praxis