Was es für deinen Betrieb bedeutet, wenn deine Lernenden die BM während der Lehre machen.
Die Berufsmaturität während der Lehre (BM1) ist in ICT-Berufen weit verbreitet. Dieser Eintrag erklärt, was sie für dich als Lehrbetrieb konkret bedeutet.
Kurz gesagt
Die BM1 erweitert die Lehre um schulische Allgemeinbildung auf Maturitätsniveau und öffnet den Weg an die Fachhochschule. Für leistungsstarke Jugendliche ist sie ein starkes Argument, gerade in der ICT. Dein Betrieb ermöglicht die BM1, meldet aber nicht an und trägt keine Schulkosten.
Was BM1 für deinen Betrieb bedeutet
- Im Lehrvertrag: Du setzt das Häkchen für die BM1, die Anmeldung selbst macht die lernende Person beziehungsweise die gesetzliche Vertretung (siehe Lehrvertrag von A bis Z).
- Anmeldefrist Kanton Bern: 15. Februar, online.
- Schulgeld: trägt der Kanton. Für dich und die lernende Person entstehen keine Schulkosten, Lehrmittel und Material zahlt die lernende Person.
- Betriebspräsenz: etwas geringer als bei einer Lehre ohne BM, weil mehr Schultage anfallen.
Warum BM1 für ICT-Betriebe attraktiv ist
In der ICT ist der BM-Anteil hoch: rund 43 Prozent aller ICT-Lernenden machen die BM1, etwa dreimal so viel wie im Schweizer Durchschnitt. Bei Informatiker:innen EFZ Applikationsentwicklung sind es rund 59 Prozent, bei Gebäudeinformatiker:innen rund 75 Prozent. Wer die BM1 im Lehrvertrag ermöglicht, macht die Lehrstelle für starke Talente attraktiver.
Wenn BM1 abgebrochen wird
Bricht eine lernende Person die BM1 ab, läuft die Lehre normal weiter, in den meisten Berufen mit dem regulären allgemeinbildenden Unterricht (ABU) statt der BM. Die Lehre ist dadurch nicht gefährdet.
